Narbenbehandlung

Narben stören. Dabei stellen sie das Endprodukt eines ausgeklügelten Prozesses des Körpers dar, der Wundheilung. Oberflächliche Wunden heilen meist ohne Narbenbildung ab, manchmal bleibt ein heller Fleck auf der Haut, weiter nichts. Tiefere Wunden, zum Beispiel nach einer Operation, aber auch chronische und schlecht heilenden Wunden führen am Ende nicht selten zu schrumpeligen, harten Gebilden. Alte Narben erscheinen heller, da in dem neu gebildeten Ersatzgewebe meist die Pigmentzellen der Haut fehlen. Die unschönen Stellen wirken glatt, da im Narbengewebe keine Härchen mehr wachsen. Die Haut spannt, da sie weniger dehnbar ist. Bildet sich in der Wundheilungsphase zu viel Bindegewebe, wölbt sich die Haut nach außen. Diese hypertrophen Narben jucken oft unangenehm und sind rot gefärbt. Wuchert das Bindegewebe über die eigentliche Narbe hinaus, sieht es knotig und wulstig aus, handelt es sich um ein Keloid. Je exponierter die Hautpartie gegenüber Bewegungen und Umwelteinflüssen, – also zum Beispiel an Schultern, Gesicht, Gelenken – desto eher entwickelt sich eine hässliche Narbe. Eine Narbe verschwindet nicht mehr, auch bei noch so feinfühliger Pflege. Doch lässt sich wenigstens die Regeneration der Haut unterstützen.
Narbenbehandlung vorher
Vorher
Narbenbehandlung nachher
Nachher
Bei kleinen Kratzern reicht es aus, wenn Sie ein paar Tage eine Creme mit Dexpanthenol oder Ringelblumenextrakt auftragen (Vorsicht bei Ringelblume –Calendula-, es kann zu allergischen Reaktionen kommen). Für größere Verletzungen empfehlen sich sogenannte Narbenspezifika. Dies Präparate enthalten spezielle Wirkstoffe, die die Narbenbildung teilweise günstig beeinflussen sollen. Zwiebelextrakt – in Form einer Creme – tötet Keime ab und soll verhindern, dass die Narbe knubbelig wird. Allantoin, ein Pflanzeninhaltsstoff, vermindert Juckreiz und lässt die Wunde schneller verheilen. Feuchtigkeitsspender wie Harnstoff sollen die Narbe elastischer machen. Silikon, als Gel oder aufgeklebte Folie, macht die Narben weicher. Damit soll es bei hypertrophen Narben und Keloiden die Schmerzen vermindern und die Geschmeidigkeit verbessern. Narbensalben sollten jedoch auch kritisch betrachtet werden, denn diese Mittel lassen Narben nicht verschwinden und können sie auch nicht wirklich schöner machen. Wie eine Narbe letztendlich aussieht, hängt vor allem davon ab, wie die Wunde versorgt wurde und die Heilung verlaufen ist. Hier helfen wir Ihnen mit den Techniken der Plastischen Chirurgie. Dabei wird das menschliche Gewebe mit Sorgfalt behandelt und die sogenannten Hautspannungslinien bei geplanten Operationen beachtet. Durch feinste Nahtmaterialien und doppelte Nahttechnik mit innerer und äusserer Naht kommt es zu geringer Wundrandspannung. Feine Narben sind im Regelfall das Ergebnis dieser umsichtigen Behandlung. Manche Menschen neigen allerdings auch zu schlechter Narbenbildung. Auch andere Ursachen können zu einer störenden Narbe führen. Hier kann man mit einer Narben Stufen Therapie manchmal gute Heilerfolge erzielen. Es bedarf einer geduldigen Mitarbeit des Patienten, damit die Umbauprozesse innerhalb der Narbe genug Zeit haben, Resultate zu zeigen. Die Narbenreifung dauert zwischen 6 und 12 Monaten. In dieser Zeit gibt es noch gute Chancen ohne weitere Operation die Narbe zu verbessern. Als letzter Schritt der Stufentherapie steht die operative Narbenkorrektur. Je nach Lage und Grösse der Narbe in lokaler Betäubung oder leichter Vollnarkose. Nach dieser neuen, diesmal durch uns geplanten Verletzung der Hautoberfläche ist wiederum die geplante Stufentherapie durchzuführen. Dadurch lassen sich die besten Erfolge erzielen. Wir arbeiten bei einigen Arten von Narben auch mit Laserabtragung. Leider hat sich diese Behandlung nicht bei allen Narben als anwendbar erwiesen. Bei einigen Narben bringt es gar nichts, bei anderen führt es sogar zu einer Verschlechterung. Jeder Mensch ist individuell, so auch die jeweilige Narbe. Die beste Therapie für Ihre Narbe können wir in einem Beratungstermin ermitteln.
Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda
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Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen

Ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (vormals Vereinigung der Deutschen Plast. Chirurgen)

Dr. med. Heike Arnold

Tizianplatz 20 I 2. OG
64546 Mörfelden-Walldorf

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