Morbus Dupuytren

Es ist eine gutartige Erkrankung im Bereich der Hohlhand. Häufiger bei Männern als bei Frauen kommt es ab dem 4.-6. Lebensjahrzehnt zu einer Verdickung der Handflächen Innenhaut (Palmaraponeurose).  Es ist unklar, wie es dazu kommt, Vererbung scheint eine große Rolle zu spielen.

Es kommt zum Ausbilden von derben Strängen, die teilweise das Strecken einzelner oder mehrerer Finger unmöglich macht. Es ist keine Erkrankung der Sehnen, sondern eine mechanische Behinderung des Sehengleitens durch die Knoten und Stränge der Dupuytren’schen Kontraktur.

Die Verdickung und Stränge der sog. Palmaraponeurose können von den Mittelgliedern der Finger bis zum Handballen reichen und zu starken Bewegungseinschränkungen führen. Schmerzhaft ist die Erkrankung eher selten, jedoch liegt manchmal ein Knoten so ungünstig, dass es beim Greifen zu Druck auf die darunter liegenden feinen Nerven der Finger kommen kann.

Die eingeschränkte Fingerbeweglichkeit kann über die Jahre bis zur Einsteifung von Fingern in gekrümmter Stellung führen. Das macht Probleme mit Hängenbleiben (z.B. an der Hosentasche, an Jackenärmeln, etc.)

Operative und nicht operative Behandlungsmöglichkeiten

Macht der Morbus Dupuytren Beschwerden oder zeigt sich eine beginnende Verkrümmung der Finger über 20°, sollte über eine Operation nachgedacht werden. Wird der Zeitpunkt unnötig weit hinaus gezögert, ist die Operation meist komplizierter, als bei einer zeitgerechten Indikationsstellung. Allerdings ist es nicht sinnvoll Verhärtungen zu entfernen, die keine Beschwerden machen.

Operation

Morbus Dupuytren Hand Durch einen individuell angepassten Hautschnitt wird das krankhaft veränderte Gewebe freigelegt und entfernt. Bei der Operation müssen die Nerven und Gefäße der Hand sorgfältig geschont werden. Feine Präparation und sorgsames Arbeiten durch den Operateur ist erforderlich.

Besteht die Erkrankung schon lange, ist die Haut an der Beugeseite der Finger manchmal derart geschrumpft, dass bei der Fingerstreckung nach Entfernung der Stränge ein Hautdefekt entsteht. In solchen Fällen wird die Defektdeckung durch eine Hautverschiebung oder durch eine Hauttransplantation erreicht.

Bei langdauernder Beugestellung des Gelenks kann auch eine ausgeprägte Schrumpfung der Gelenkkapseln vorhanden sein. Mittels Gelenkmobilisation (Dehnung/ Lösen mit dem Skalpell) erfolgt dann die Gelenklösung, die erst die Finger Begradigung ermöglicht.

Den Eingriff erfolgt in leichter Vollnarkose. Die Operation kann bei guter Zusammenarbeit mit dem Physiotherapeuten vor Ort und Nachkontrollen in unserer Praxis ambulant durchgeführt werden.

Ob und wann ein Morbus Dupuytren wieder auftritt kann auch nach der besten Operation nicht vorher gesagt werden. Eine Rezidiv Freudigkeit bei dieser Erkrankung ist bekannt, bei manchen Pat. kommt es nach 5 Jahren zu einem Wiederauftreten von Strängen, bei anderen nach 15 Jahren.

Nachbehandlung bei Dupuytren-Operation

Die Nachbehandlung beim Morbus Dupuytren sollte früh funktionell erfolgen. Schon am 1. Tag nach der Operation sollen eigentätige Bewegungsübungen mit Streckübungen durchgeführt werden.

Zwischen dem 12.- 14. Tag nach der Operation können die Fäden durch den Hausarzt oder bei uns entfernt werden. Eine Schienenbehandlung und Krankengymnastik ist in den meisten Fällen hilfreich und festigt den Heilerfolg. Die Arbeitsunfähigkeit beträgt 4-6 Wochen, je nach Beruf.

Lymphdrainage kann sinnvoll sein, sie unterstützt den Abfluss der Lymphflüssigkeit bei einem postoperativen Lymphstau.

Narbenmassage hilft bei der Narbenreifung, löst Vernarbungen im Gewebe.

Dynamische oder statische Fingerschienen: Verhindern / reduzieren durch Quengelung nach der Operation stark fortgeschrittener Dupuytren-Befunde ein zu starkes Zusammenschrumpfen der Narben.

Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda
Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen

Ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (vormals Vereinigung der Deutschen Plast. Chirurgen)

Dr. med. Heike Arnold

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