Schnappfinger – schnellender Finger – Tendovaginitis stenosans

Beim schnellenden Finger kommt es zu einem Ungleichgewicht von Platzbedarf und Platzangebot der Beugesehnen der Finger durch die sogenannten Ringbänder. Jeder der vier Langfinger hat zwei Beugesehnen. Diese gleiten durch ein ausgeklügeltes System von ring- und C-förmigen Bändern im Inneren der Hand. SchnappfingerDurch eine Schwellung im Bereich der Beugesehnescheiden (Tendovaginitis) kann es zu einem Platzmangel beim gleiten der Beugesehnen durch die Ringbänder kommen. Dadurch wird eine Art negativer Kreislauf in Gang gesetzt. Die Beugesehnenscheiden reiben an den Ringband Tunneln, es kommt zu einer Reizung in diesem Bereich. Diese Irritation führt zu einer Verdickung der ohnehin schon verdickten Beugesehenscheiden. Diese schwellen noch mehr an und bleiben schliesslich an den Ringbändern hängen (Tendovaginitis stenosans).  Bei forciertem öffnen der Faust kommt es dann doch zum Durchrutschen der Sehnen mit einem Schnappen (Schnappfinger). Schon im Vorfeld des Schnappens hat man das Gefühl, der Finger „läuft nicht mehr richtig“, es geht nicht mehr „wie geschmiert“. Auch können neue Schmerzen im Mittelgelenk des betroffenen Fingers auftreten, obwohl das Problem in der Hohlhand liegt. Besteht das Problem des Schnappfingers über lange Zeit, kann es zu Aufreibung und Schädigung der Beugesehen bis zum Sehenriß kommen. Abhilfe schafft hier eine Reduktion der Tätigkeiten mit der Hand für 2 Wochen in Zusammenspiel mit abschwellenden Medikamenten. Hier sind z.B. Diclofenac oder Ibuprofen aber auch Bromelain (als abschwellendes Enzym) zu nennen. Häufig stellt sich nach solch einer Ruhe- und Entlastungsphase das Problem jedoch wieder ein und es sollte über eine Operation nachgedacht werden. Hierbei wird in lokaler Betäubung ein 2 cm querer Schnitt über dem Ringband gesetzt. Das Ringband wird unter sorgfältiger Schonung der feinen Fingernerven und –arterien entfernt. Jetzt kann die Sehne wieder frei gleiten. Eventuell bestehende Auflagerungen und Aufrauhungen werden vorsichtig von der Beugesehne abgetragen. Die Haut wird mit feinen Fäden verschlossen. Am OP Tag kommt ein größerer Verband um die Hand zum Schutz. Schon am 1. Tag nach der OP wird mit den eigenen Bewegungsübungen begonnen und der Verband so klein als möglich angelegt. Die Fäden werden nach 10-14 Tagen durch uns oder Ihrem Hausarzt entfernt. Die operativer Entfernung des Ringbandes ist ein Routine Eingriff für jeden Handchirurgen und wird von uns mit großer Sorgfalt und Gewebeschonung durchgeführt.
Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda
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Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen

Ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (vormals Vereinigung der Deutschen Plast. Chirurgen)

Dr. med. Heike Arnold

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