Schweissdrüsenbehandlung

Knapp 1-2% der Menschen in Deutschland leiden unter vermehrter Schweißbildung insbesondere im Achselbereich, aber auch an anderen Stellen wie Händen u. Füßen. Die Problematik tritt meistens schon in jungen Jahren auf. Insbesondere Menschen, die am öffentlichen Leben teilnehmen oder einen Beruf mit häufigem Kontakt zu anderen Menschen ausüben leiden sehr unter dem starken Schwitzen.

Eine erhöhte Aktivität des vegetativen Nervensystems führt zu einer vermehrten Schweißproduktion, und zwar häufig unabhängig von der Umgebungstemperatur oder der körperlichen Aktivität und oftmals spontan ohne erkennbare Ursache. In seltenen Fällen kann ein vermehrtes Schwitzen auch ein Symptom oder ein Hinweis für verschiedene Erkrankungen oder körperliche Veränderungen sein.

Zur Behandlung der Hyperhidrose stehen sowohl operative als auch konservative Methoden zur Verfügung.

Kritisch empfinden wir mittlerweile die Verwendung von Antitranspirantien mit Aluminiumchlorid. Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse, dass Aluminiumchlorid in Gehirnen von Alzheimer Patienten in hohem Maße vorkommt. Wir empfehlen, nur Deodorants zu benutzen, die frei von Aluminumchlorid oder anderen Aluminum Verbindungen sind.

An unserer Praxis führen wir die effektiven und gleichzeitig nebenwirkungs- und komplikationsarmen Verfahren mit Botulinumtoxin sowie die Entfernung der Schweißdrüsen in der Achselhöhle mit operativer Absaugung durch.

Durch die Behandlung mit Botulinumtoxin kann eine Verminderung der Schweißproduktion von etwa 90% erreicht werden, es entsteht keine Ausfallzeit, eine Betäubung ist nicht notwendig. Die Wirkung hält für 4-6 Monate, manchmal auch bis zu einem Jahr an und kann mehrfach wiederholt werden. Bei der Injektion von Botulinumtoxin A ist keine Schmerzbetäubung erforderlich, die Injektionen sind allerdings leicht schmerzhaft.

Welche Ergebnisse können mit einer Hyperhidrosis-Behandlung erzielt werden?

Botulinumtoxin A wird an mehreren Stellen in die Haut der Achselhöhlen, der Hände oder Füße injiziert. Nach 3-5 Tagen ist die Übertragung von Nervenimpulsen zu den Schweißdrüsen für etwa 6 bis 9 Monate stark vermindert. Die Schweißbildung ist dadurch fast vollständig unterdrückt. Danach ist wieder mit der ursprünglichen Schweißbildung zu rechnen. Diese Methode eignet sich besonders für Patienten, die in den Sommermonaten verstärkt schwitzen.

Die subkutane Schweißdrüsen-Saugkürettage ist eine Weiterentwicklung der Schweißdrüsenkürettage, bei der das Unterhautfettgewebe ähnlich wie bei der Fettabsaugung über kleine Hautschnitte abgesaugt wird. Hierbei werden insbesondere die Nerven zu den Schweißdrüsen im Unterhautfettgewebe durchtrennt. Zusätzlich werden die Schweißdrüsen teilweise “ausgeschabt”.

Dieser Eingriff bietet eine weitgehende Schweiß-Trockenheit. Die Erfolgsrate liegt etwa zwischen 70 und 80 Prozent. Schweißbildung in normaler Stärke erfolgt weiterhin. Eine Rückfallwahrscheinlichkeit in vermehrtes Schwitzen ist nach einiger Zeit (Monate bis Jahre) möglich. Die verbleibende Aktivität kann unter Umständen immer noch störend sein, so dass dann ein Folgeeingriff nötig wird.

Die subkutane Schweißdrüsen-Saugkürettage wird in örtlicher Betäubung, auf Wunsch in leichter Allgemeinanästhesie oder Dämmerschlaf durchgeführt

Wie verläuft die Behandlung?

Eine Woche vor der Behandlung sollten Sie auf das Rasieren des zu behandelnden Areals verzichten, um keine Entzündung zu provozieren. Außerdem sollte eine Woche vor der Behandlung auf Medikamente verzichtet werden, die die Blutgerinnung beeinflussen könnten.

Nach der Hautdesinfektion soll mittels vieler Einspritzungen des Botulinum-Giftes in die Haut die Nervenleitung blockiert werden. Diese elegante Methode wird in den letzten Jahren zunehmend häufiger angewendet und es liegen gute Erfahrungsberichte vor. Vorteile: ein definiertes Hautareal kann “ausgeschaltet” werden; es ist keine Operation nötig. Nachteile: die Wirkung ist zeitlich begrenzt auf 6 bis 9 Monate (die Behandlung muss dann ggf. wiederholt werden).

Hier sollten Sie ebenfalls eine Woche vor der Behandlung auf das Rasieren des zu behandelnden Areals verzichten und keine die Gerinnung beeinflussenden Medikamente einnehmen. Sollte der Eingriff in Dämmerschlaf oder Narkose durchgeführt werden, wird ein Narkosefacharzt hinzugezogen, eine Woche vor der Operation werden Laborwerte bestimmt.

Vor der Operation wird ein hochverdünntes örtliches Betäubungsmittel unter die Haut eingespritzt. Dadurch hebt sich die Haut vom darunter liegenden Gewebe ab; tiefer gelegene Nerven, Blut- und Lymphgefäße werden so vor Verletzungen geschützt. Die Schweißdrüsen werden mit einer speziellen Absaugkanüle entfernt.

Welche Komplikationen können bei einer Hyperhidrosis-Behandlung auftreten?

Während der Schwangerschaft oder Stillzeit, bei Blutgerinnungsstörungen, bei Muskelerkrankungen und unter einer bestimmten Antibiotika-Therapie darf Botulinum-Toxin nicht angewandt werden.

Durch die Injektionen können kleine Blutergüsse entstehen, sehr selten Entzündungen. Allergien sind bisher nicht beobachtet worden. Eine unerwünschte Nebenwirkung kann eine leichte Muskelschwäche in dem behandelten Areal sein.

Es gelten die Risiken wie bei anderen operativen Eingriffen. Daher sollte 10 Tage vor dem Eingriff auf Blutgerinnungs-verändernde Medikamente verzichtet werden. Eine stärkere Blutergussbildung wäre anderenfalls die mögliche Folge.

Wie bei jedem operativen Eingriff können Schwellungen, Blutergüsse, leichte Schmerzen und Gefühlsstörungen normale Nebenwirkungen der Behandlung sein. Stärkere Hautreaktionen, Entzündungen und Heilungsstörungen mit Absterben von Gewebe und daraus resultierende Narben im behandelten Bereich sind in Ausnahmefällen zu beobachten. Die Schulterbeweglichkeit kann bei einer verzögerten Abheilung einige Wochen eingeschränkt sein.

Was ist nach der Behandlung zu beachten?

Diese Methode wird in den letzten Jahren zunehmend häufiger angewendet, es liegen gute Erfahrungsberichte vor. Die Wirkung ist jedoch zeitlich begrenzt auf 6 bis 9 Monate. Die Substanz hat eine Zulassung für die Behandlung der axillären Hyperhidrosis. Eine spezielle Nachbehandlung ist nicht erforderlich.
Der während der Operation angelegte Druckverband kann am folgenden Morgen entfernt werden, das Nahtmaterial wird nach 1 Woche entfernt. Die Haut in der Achselhöhle kann wie bei einer leichten Verbrennung gereizt sein, hier werden pflegende Salben empfohlen. Eine pflegende oder entzündungslindernde Nachbehandlung kann in Einzelfällen über 4 bis 6 Wochen erforderlich sein. Die verbliebenen Drüsen können weiterhin Schweiß produzieren – ggf. auch in störendem Ausmaß. Eine vollständige Ausschaltung der Schweißaktivität ist nicht das Operationsziel, denn ein gewisses Maß an Schweißbildung ist normal und gesund. Dies gilt natürlich besonders in Belastungssituationen. Die Behandlung der Hyperhidrosis wird üblicherweise nicht von den Krankenkassen übernommen und ist eine Selbstzahler Leistung.
Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda
Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda

Kosten für Botox bei Migräne

Befund Erhebung einschließlich Untersuchung
50 €
Botox 50 IE
195 €
Injektionskosten
50 €
Gesamt
295 €

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen

Ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (vormals Vereinigung der Deutschen Plast. Chirurgen)

Dr. med. Heike Arnold

Tizianplatz 20 I 2. OG
64546 Mörfelden-Walldorf

Fon: 06105 973 88 00
Fax: 06105 973 88 08

Kontaktanfrage stellen

Sprechzeiten

Montag
12:30 - 17:00 Uhr

Dienstag
08:30 - 12:30 Uhr und
13:00 - 17:30 Uhr

Mittwoch - Freitag
08:30 - 12:30 Uhr

Termin Online buchen