Abstehende Ohren

Abstehende Ohren gehören zu den häufigsten „Fehlbildungen“ der Ohren. Während die „Segelohren“ im Buddhismus als Symbol für Intelligenz und Weisheit gelten, bieten sie in Deutschland Zielscheibe von Hänseleien und Spott. Gerade bei Kindern kann dies zu Scham und Minderwertigkeitskomplexen. Ursache des abstehenden Ohres ist meist, dass die Hauptfältelung der Ohrmuschel, die so genannte „Anthelix“, entweder zu schwach ausgebildet ist oder ganz fehlt. Im Allgemeinen wird die Korrektur daher möglichst früh vorgenommen, um dem seelischen Stress in Kindergarten und Schule vorzubeugen. Bereits im Alter von vier Jahren sind die Ohren komplett ausgewachsen und können operiert werden. Der eigene Wunsch des Kindes nach Ohrkorrektur ist Voraussetzung für die Operation. Das ideale Behandlungsalter liegt daher zwischen vier und 14 Jahren, eine Korrektur ist jedoch auch bei Erwachsenen möglich. Trotz größter Sorgfalt können vereinzelt Komplikationen auftreten. Es kann zu Blutergüssen kommen, die ableitet werden müssen. In Ausnahmefällen ist eine operative Entlastung notwendig. Eine seltene unerwünschte Operationsfolge ist eine Narbenwucherung (Keloid), die sich durch eine dicke, verfärbte, schmerzhafte und juckende Narbe äußert. In seltenen Fällen kommt es zu einer Infektion der Wunde oder gar des Ohrknorpels, wodurch sich die Heilung verzögert. Im schlimmsten Fall kann auch ein Teil des Korpels verloren gehen. Da während des Eingriffs feine Hautnerven durchtrennt werden, kann es zu Gefühlsminderung und Kälteempfindlichkeit kommen. Diese bildet sich innerhalb mehrerer Monate zurück, kann in Einzelfällen aber anhaltend sein. Bei einer eventuellen Unverträglichkeit des Fadenmaterials kann es zur Abstoßung des Fadens kommen und damit zu einem erneuten Abstehen der Ohren. Zehn Tage vor der Operation sollten Sie keine Medikamente einnehmen, die Acetylsalicylsäure enthalten (z. B. Aspirin). Die blutverdünnende Wirkung kann Nachblutungen mit Schädigung von Knorpel und Haut verursachen. Besorgen Sie sich ein breites, weiches Stirnband, das Sie nach der Operation über Ihren Ohren tragen können. Für die Zeit nach dem Eingriff sollten Sie etwa sieben freie Tage einplanen, an denen Sie nicht arbeitsfähig sein werden. In der Regel kann die Ohrkorrektur ambulant erfolgen. Die Ohrkorrektur erfolgt entweder mit örtlicher Betäubung oder Vollnarkose. Kleinkinder werden meist unter Vollnarkose operiert. Für die örtliche Betäubung ist ein kleiner, leicht schmerzhafter Einstich hinter dem Ohrläppchen erforderlich. Zusätzlich wird die Haut in der Ohrmuschel betäubt. Während der Operation bemerkt der Patient Druck oder Ziehen an den Ohren durch den Operateur. Schmerzen werden nicht verspürt. Unmittelbar nach der Operation ist mit Schmerzen der Ohrmuscheln und eventuell mit einer bläulichen Verfärbung zu rechnen. Dieses bildet sich innerhalb einiger Tage zurück. Beim Schlafen und Liegen sollten Sie für fünf bis sechs Wochen einen Mützenverband oder ein weiches Stirnband tragen, damit es zu keiner Abknickung der Ohrmuschel kommt. Die ersten drei Wochen sollte der Verband auch tagsüber getragen werden. Die Ohren sind in dieser Zeit noch geschwollen und berührungsempfindlich. Nach etwa zehn Tagen werden die Pflaster und der Hautfaden am Ohr entfernt. Die endgültige Ohrform ist wegen der noch bestehenden Restschwellung erst nach zwei bis drei Monaten erreicht. Die Narbe verblasst im Laufe der Zeit und ist später kaum noch erkennbar. Mit einer Arbeitsunfähigkeit und Schulunfähigkeit ist für einige Tage zu rechnen. Für sechs Wochen sollten Sie beim Haarewaschen vorsichtig vorgehen und die Ohren nicht umknicken. Auch auf Sport, Sauna und Schwimmbad sollten Sie in dieser Zeit verzichten. Ohrringe sollten einen Monat nach der Operation nicht getragen werden. Brillenträgern wird empfohlen, vorübergehend Kontaktlinsen zu benutzen, da das Gestell den Knorpel zu sehr belastet – oder die Brillenträger über dem Stirnband zu tragen.
Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda
Ärzte
in Mörfelden-Walldorf auf jameda

Deutsche Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen

Ordentliches Mitglied der Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen (vormals Vereinigung der Deutschen Plast. Chirurgen)

Dr. med. Heike Arnold

Tizianplatz 20 I 2. OG
64546 Mörfelden-Walldorf

Fon: 06105 973 88 00
Fax: 06105 973 88 08

Kontaktanfrage stellen

Sprechzeiten

Montag
12:30 - 17:00 Uhr

Dienstag
08:30 - 12:30 Uhr und
13:00 - 17:30 Uhr

Mittwoch - Freitag
08:30 - 12:30 Uhr

Termin Online buchen